{"id":440,"date":"2017-01-10T02:21:03","date_gmt":"2017-01-10T01:21:03","guid":{"rendered":"http:\/\/gemuth.de\/wordpress\/?p=440"},"modified":"2017-01-10T02:25:10","modified_gmt":"2017-01-10T01:25:10","slug":"grenzerfahrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/2017\/01\/grenzerfahrung\/","title":{"rendered":"Grenzerfahrung"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_443\" style=\"width: 423px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0637.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-443\" class=\" wp-image-443\" src=\"https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0637-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"413\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0637-300x169.jpg 300w, https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0637-768x432.jpg 768w, https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0637-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0637-1216x684.jpg 1216w, https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0637-445x250.jpg 445w\" sizes=\"auto, (max-width: 413px) 100vw, 413px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-443\" class=\"wp-caption-text\">Buenos Aires, Av. 9 de Julio, breiteste Stra\u00dfe der Welt mit 2 x 11 Spuren. 6 Ampeln mit Zebrastreifen f\u00fchren auf die andere Seite<\/p><\/div>\n<p>Inzwischen sind wir in Buenos Aires, Argentinien und haben einige Grenz\u00fcberg\u00e4nge hinter uns. Von vielen L\u00e4ndern wird das Ausf\u00fcllen von Einreisedokumenten gefordert, teilweise mit extra Ausreiseteil, den man bei der Ausreise abzugeben hat. Den darf man nicht verlieren, sonst kann dieser nur an bestimmen wenigen Orten erneut ausgestellt werden. Wenigstens waren diese Dokumente bis jetzt immer auf Spanisch und Englisch. Beim Wohnort tragen wir unsere ehemalige Adresse ein und unsere Passnummern kann ich mittlerweile auswendig.<\/p>\n<p>Unsere P\u00e4sse sind unsere liebgewonnen Panini-Sammelalben, wir sammeln die Stempel wie WM-Sticker. Aber was ist das? Mexiko stempelt so sch\u00f6n zweifarbig in gr\u00fcn und rot, aber der Grenzbeamte scheint ersch\u00f6pft oder die Tinte, nur bei genauer Betrachtung ist der Stempel zu erkennen und ein Mexiko zu lesen. Das ist wie ein schief eingeklebter Manuel Neuer mit Falte!<\/p>\n<p>Teilweise werden Ein- bzw. Ausreisegeb\u00fchren f\u00e4llig. Auch in Belize haben wir extra den entsprechenden Betrag eingeplant, aber pl\u00f6tzlich\u00a0 stehen wir am Gate, sind also schon ausgereist, abgestempelt und durch die Kontrollen und keiner hat die Geb\u00fchr eingefordert. Was machen wir nun mit den ganzen Belize-Dollar? Ein Tauschm\u00f6glichkeit war nur im vorderen Teil des Flughafen.\u00a0 Inkognito darf ich aber kurz zum Wechseln wieder ins Land, der Kontrolleur am Sicherheitscheck, der Grenzbeamte und die Dame zum Checken der Ausreisepapiere lassen mich wieder rein nach Belize und f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter an den Schlangen vorbei einfach wieder raus, ohne meinen Pass oder irgendwas zu kontrollieren. Manche in der Warteschlange sehen mich etwas erstaunt an. Vielleicht h\u00e4tte ich eine k\u00f6nigliche Handbewegung zum Gru\u00dfe machen sollen?<\/p>\n<p>In Panama gestaltet sich die Ausreise am Flughafen nach Argentinien nicht so einfach. Naja, eigentlich war es mal wieder Zeit, dass ich nicht durch die Sicherheitskontrolle komme. In Deutschland kann ich unbehelligt alles transportieren, woanders muss ich mal was Abgeben oder eine elektrische Zahnb\u00fcrste erkl\u00e4ren und in Dubai musste ich einmal eine Nagelschere abgeben und ein anderes Mal, das hatte ich leider \u00fcbersehen, leere Munition f\u00fcr ein AK-47. Das kam im Handgep\u00e4ck nicht bei allen so gut an, aber ich habe die Beamten damit sehr unterhalten und den Laden ein bisschen in Schwung gebracht.<\/p>\n<p>Aber jetzt wieder zu Panama. Wir reisen aktuell noch mit einer kleinen gr\u00fcnen Tasche, die wir als Gep\u00e4ck aufgeben, da dort unsere Fl\u00fcssigkeiten drin sind, also Duschgel, Repellent und viel Sonnenmilch. Die brauche ich in gro\u00dfen\u00a0 Mengen, baue mir gerne eine wei\u00dfe Line auf den Armen und versorge den ganzen K\u00f6rper damit. Yeah, so ertrage ich die Sonne tiefenentspannt.<br \/>\nBeim Einchecken bei Copa Airlines, einer gro\u00dfe Fluggesellschaft in Lateinamerika und Star Alliance Mitglied, checken wir die Tasche ein und deklarieren wie gewohnt unsere Rucks\u00e4cke als Handgep\u00e4ck.\u00a0 Bei\u00a0 der Frage nach Fl\u00fcssigkeiten hier bereits bei der Gep\u00e4ckabgabe holen wir artig unsere 1L-Ziplolcks mit max. 100ml-Gef\u00e4\u00dfen hervor. Die sollen wir bitte mit aufgeben. Ich erk\u00e4mpfe mir noch Augen- und Nasentropfen f\u00fcr die 7,5 Stunden Flug.<\/p>\n<p>Du-du-du. Ich bin vier Jahre alt und habe nach dem Z\u00e4hneputzen noch mit einem Bonbon in der Hand erwischt. Du-du-du macht der Zeigefinger vor meiner Nase, bewegt sich wie ein monotoner Scheibenwischer hin und her und zack ist mein Bonbon weg. Ich weine nicht wirklich, denn es ist 2017 und ich bin 28 Jahre alt (die Zahl \u00e4ndert sich nicht in der Darstellung, aber das Zahlsystem, dieses Jahr ist es hexadezimal).\u00a0 Die strenge Dame von der Sicherheitskontrolle h\u00e4lt mir auch kein Bonbon vor die Nase und wedelt ein energisches Du-du-du, sondern meine vermeintliche Killer-Pinzette. Danach wiederholt sich die B\u00f6ses-Kind-Show mit meinen drei kleinen potentiellen Explosions-Sicherheitsnadeln.<\/p>\n<div id=\"attachment_442\" style=\"width: 672px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0419.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-442\" class=\"size-large wp-image-442\" src=\"https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0419-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"662\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0419-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0419-300x169.jpg 300w, https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0419-768x432.jpg 768w, https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0419-1216x684.jpg 1216w, https:\/\/gemuth.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/DSC_0419-445x250.jpg 445w\" sizes=\"auto, (max-width: 662px) 100vw, 662px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-442\" class=\"wp-caption-text\">Flughafen Placencia, Belize. Unser Pilot richtet sein Haar vor dem Abflug . Der aufmerksame Betrachter erkennt direkt hinter der kurzen Startbahn das Meer. Ist die Schwimmweste unter dem Sitz?<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Grenze nach Belize haben wir dreimal mit dem Bus \u00fcberquert, einmal von Mexiko sowie hin und zur\u00fcck nach Guatemala. Belize verlangt eine Ausreisegeb\u00fchr und bei der Wiedereinreise aus Guatemala mussten wir unsere Einreisedokumente um unsere Telefonnummer und Hoteladresse in Belize erg\u00e4nzen, da wurden keine L\u00fccken geduldet. Insgesamt waren die Grenzbeamten zu mir immer auff\u00e4llig freundlicher als zu S\u00f6ren und haben auch mal einen kleinen Plausch mit mir gehalten. In der Schlange wartend sehen wir, dass alle Gep\u00e4ckst\u00fccke kontrolliert werden.<\/p>\n<p>In Mexiko am Flughafen wurde per Zufalls-Buzzer entschieden, wer kontrolliert wird, auch die Piloten durften\u00a0 mitspielen. Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht\u2026<\/p>\n<p>Seit Beginn unserer Reise haben wir eine 1L-Flasche Mezcal inklusive Wurm mit dabei, da diese als Pr\u00e4sent in unserem Start-Hotel auf dem Zimmer stand und wir sie bis jetzt nicht gebraucht haben, aber sie auch nicht stehen lassen wollten. Die Einfuhr von Alkohol und Lebensmitteln ist strengstens verboten\u00a0 nach Belize, wir vergewissern uns vorsichtshalber noch mal bei der Begleitdame des Busses, die auch unsere Dokumente schon erg\u00e4nzt hatte. Damit wir nicht neben der Abgabe anderweitig empfindlich bestraft werden, deklariert S\u00f6ren die Flasche, als er an der Reihe ist. &#8222;Fruits?&#8220; fragt der Z\u00f6llner zur\u00fcck. &#8222;No, only the bottle with alcohol.&#8220; &#8222;Just go.&#8220; Soso, aber eine Banane w\u00e4re ein &#8222;Gehe direkt in das Gef\u00e4ngnis, gehe nicht \u00fcber Los, ziehe keine 4000 Mark ein.&#8220;-Karte gewesen. Den Mezcal probieren wir wenig sp\u00e4ter in Placencia mit dem Briten Tristan und seiner spanischen Freundin, die in Mexiko-City als Lehrer t\u00e4tig sind und verschenken den Rest an den Mann der dortigen Hausdame Reina, mit der wir viel gekocht haben. Meine Grenzerfahrungen sind schon ausreichend, da muss ich nicht auch noch eine Schmuggler-Karriere starten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inzwischen sind wir in Buenos Aires, Argentinien und haben einige Grenz\u00fcberg\u00e4nge hinter uns. Von vielen L\u00e4ndern wird das Ausf\u00fcllen von Einreisedokumenten gefordert, teilweise mit extra Ausreiseteil, den man bei der Ausreise abzugeben hat. Den darf man nicht verlieren, sonst kann dieser nur an bestimmen wenigen Orten erneut ausgestellt werden. 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